Tollkirsche
Aus dem ausdauernden Wurzelstock treiben 50 – 150 cm hohe Stängel, die etwa ab der Mitte in 3 Äste verzweigen. Die gestielten, eiförmigen, ganzrandigen Blätter stehen im oberen Stängelbereich paarweise, wobei ein Blatt wesentlich größer als das andere ist. Einzelne in den Blattachsen entspringende, blauviolette, glockige Blüten (Blütezeit Juni – September), schwarze, kirschgroße, glänzende Früchte. sie kommt auf Schlagflächen, Waldränder, Laubwälder vor und bevorzugt kalkhaltigen Untergrund.
Die Heilpflanze: Inhaltsstoffe: Alkaloide, Atropin, Scopolamin; Homöopathie: „Belladonna“ aus der frischen Pflanze samt Wurzelstock ist ein Mittel, das insbesondere bei fieberhaften Zuständen und Entzündungen angewendet wird; Volksmedizin: Wegen der starken Giftigkeit der Pflanze nicht mehr angewandt.
Wirkung der Tollkirsche: Die für Menschen giftigen Beeren werden von Vögeln gefahrlos gefressen, mit ihrem Kot sorgen sie für die Verbreitung der Pflanze. Auch andere Tiere scheinen gegen dieses Gift immun zu sein: es wird von Pferden, Ziegen, Schafen und auch Wildtieren berichtet, die beim Fressen der Pflanze beobachtet wurden.